Blütenreigen

Häkelblümchen haben mein Herz und meine Hände erobert. Obwohl oder gerade weil der Frühsommer so viele Blüten bringt, kann ich nicht von der Häkelnadel lassen. naturmama hat mal gezeigt wie’s geht und bei ingthings habe ich gerlernt, wie ich die zarten Gebilde zu unendlichen Reigen verbinden kann. Anleitungen für Häkelblumen findet man so zahlreicht, vielfältig und bunt, wie Blumen auf einer Juniwiese, unter anderem auch eine im neuen, lesenswerten Handmade Kultur Magazin.

Ich bin im Rausch, spanne die Blütengirlanden von hier nach dort…

…hefte sie an graue Wände…

…auch hier sehen sie gut aus…

…und hier…

…lange durfte ich meine erste Girlande nicht behalten. Also weiter genadelt, Masche an Masche, meditativ, entspannend….

…und berauschend!
Nikki+++

Herzkirschentag

Es gibt Leute mit denen, so sagt man, sei nicht gut Kirschen essen. Schön ist es, wenn man das Wochenende mit Menschen verbringt, mit denen man gerne Kirschen isst. Und am schönsten ist es, wenn man einen Menschen kennt, der gerne die Kirschen für andere Leute vom Baum holt.

Da hier bei mir ein Bub wohnt, der flink und mit Begeisterung bis in die höchsten Wipfel klettert, steht heute auf der sonntagssüßen Kaffetafel ein Stückchen Kirschkuchen.

Zutaten: 200g zimmerwarme Butter, 175g Rohrohrzucker, 1 Pck. Vanilezucker, 1 Prise Salz, 4 Eier, 200g Mehl, 2 Tl Backpulver, 100g geriebene Mandeln, 100g geraspelte Schokolade, 400g entsteinte, frische Kirschen, etwas Milch.

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Salz hinzufügen und Eier nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und in die Eiermasse einrühren. Schokolade und Mandeln mit einem Holzlöffel unterrühren. Der Teig soll locker vom Löffel fallen. Falls er zu fest ist, etwas Milch zugeben und verrühren.

Den Rührteig in eine gefettete und bemehlte Springform füllen, die Kirschen oben auf den Teig legen und etwas andrücken. Sie versinken wärend des Backens im Teig. Bei 180°C ca. 50 Minuten backen. Die Stäbchenprobe machen, den Kuchen auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Tipp: falls der baumkletternde Herzbube gerade nicht in der Nähe ist, es einfach selbst mit dem Klettern versuchen oder Kirschen aus dem Glas verwenden.

Heute leider das letzte Stückchen Kuchen, aber die Kirschenzeit hat ja gerade erst begonnen!

Nikki+++

federleicht

Zwei Wunschprojekte habe ich in Angriff genommen: die Stoffmitbringsel aus Indien in die ihnen gebührende Form zu bringen und mein ‘ich-mach-mir-ein-Outfit-selbst’-Projekt weiter zu spinnen, beziehungesweise zu nähen, zu stricken, zu häkeln, zu filzen und so weiter.

Der feine, indische Baumwollmusselin hat sich in eine federleichte Bluse zum zweifachen Rock verwandelt. Eine passende Tasche habe ich auch noch in meinem Fundus entdeckt. Perfekt, zumindest für einen Abend am Strand oder auf der Wiese, denn Schuhe habe ich noch keine, ich müsste also auf bloßen Füßen gehen, wie einst Ava Gardner in ‘Die barfüßige Gräfin’

…leider macht der Sommer heute eine Pause. Also die pinken Socken an die Füße und die Stricknadeln gezückt für eine warme Jacke – oder vielleicht doch lieber ein zarter Häkelschal?

Nikki+++

Zeitreise #2: Hutcafé

Es gab mal eine Zeit, da ging eine Dame nicht ohne Hut aus dem Haus. Der Hut, so schreibt ein weithin bekanntes Online-Lexikon, war in Europa grundsätzlich ein unentbehrlicher Bestandteil der Ausgehkleidung. Heute kaum mehr vorstellbar, reißt man sich doch, zeigt das Thermometer ein paar Grad über dem Gefrierpunkt, sofort die Mütze vom Kopf. Und nur die extremste Hitze bewegt uns dazu, den Kopf doch gelegentlich mal zu bedecken.

Nicht so gestern im Hutcafé. Da standen die Damen Schlange, um endlich mal wieder Hut zu tragen. Und deren gab es in allen Formen: eng anliegende Kappen, die an die zwanziger Jahre erinnerten, kecke Hütchen, wie man sie in den Vierzigern gerne trug, elegante Modelle mit Anklängen an die Extravaganz der fünfziger Jahre und die burschikosen Hüte aus Leder und Filz der sechziger und siebziger Jahre.

Alle paar Monate lädt Christine im Münchener Stadtteil Pasing ins Hutcafé. Hier kann man nicht nur Hüte kaufen, sondern auch gleich noch in allerlei hübschen Accessoires mit Retrocharme stöbern sowie einen Blick in die Werkstatt der Modistin werfen.

Fündig wird frau auf jeden Fall. Kaum eine ging nicht gut behütet nach Hause.
Kontakt: tinekamlah@googlemail.com

Nikki+++

Hollerduft

Heute morgen sonntagssüßes Frühstück mit Hollderduft im Glas. Jedes Jahr warte ich darauf, dass die zarten Hollerblüten ihren feinen Duft verbreiten. Dann komme ich nicht umhin, mit Schere und Beutel bewaffnet durch die Gegend zu ziehen und fernab der Strassen die schönsten und größten Dolden einzusammeln.

Zuhause werden die hübschen Sternchen über Nacht in Apfelsaft eingelegt, um darin ihr Aroma gänzlich zu entfalten. Den Jahreslauf nach Düften eingeteilt, weiß man, wenn die ganze Küche nach Holler riecht, sind die Eisheiligen vorbei und der Sommer kann kommen.

Der Holler-Apfelsaft wird abgeseit und mit Gelierzucker oder Rohrohrzucker zu goldgelbem Gelee gekocht. Bei uns ist das Holler-Apfelgelee so begehrt, dass es nur in ganz kleinen Gläsern auf den Tisch kommt. Heute gab’s dazu Steffi’s Kipferl.

Dieses Mal habe ich so viele Blüten eingesammelt, dass sie sogar noch für einem Holler-Sprizz reichen!

Nikki+++

Zeitreise #1: Matchsack

Der Matchsack, auch Matchbeutel genannt, ist laut Duden ein größerer, für Sport und Wanderung geeigneter Beutel, den man über die Schulter hängen kann. Für mich ist ist der Matchsack darüber hinaus ein Accessoire der achtziger Jahre wie kein anderes.

Der Matchbeutel in grün war der Topseller einer italienischen Modekette, die in den frühen achtziger Jahren an meine Mitschüler und mich sehr erfolgreich Polohemden in Bonbonfarben verkaufte. Jeder Teenager, der etwas auf sich hielt, musste zur asymmetrischen Fönwelle so ein Ding umhängen haben. Ein absoluter Trendsetter war, wer sich nach Schulschluß mit dem hübschen, grünen Beutel mit weißem Logo auf einen Vesparoller schwingen konnte, ob als Fahrer oder Sozius. Mir blieb leider sowohl das Fahrzeug als auch die Mitfahrgelegenheit versagt.

Mein Matchbeutel aus dieser Zeit hat schon lange das Zeitliche gesegnet und ich hätte auch nicht gedacht, dass dieses Tascheformat jemals wieder bei mir auftauchen würde. Da aber immer wieder liebe Freundinnen zu mir kommen und Nähwünsche äußern, die ich ihnen nicht verwehren mag, durfte ich neulich einen Matchsack nähen.

Ein Rechteck zur Röhre und an einen kreisrunden Boden genäht, das gleiche nochmal für die Innentasche. An der oberen Naht rechts auf rechts zusammennähen, dabei die Öffnung zum Wenden nicht vergessen. Die größte Herausforderung war die Ösen, ohne zu viele Beulen auf dem Metall zu hinterlassen, in den Stoff zu schlagen. Kordel durch und mit Kordelstopper versehen. Fertig.

Nun packen diesen Sommer drei fröhliche Fischlein ihre Badehosen in einen blauen Matschsack und freuen sich dabei kugelig!

Nikki+++

gut beraten

Von Freitag, den 27. Mai bis zum Freitag, den 10. Juni 2011 gibt’s NikkiBags in München ganz zentral im Popup-Store des kaufhauskollektivs im Stachus-Untergeschoß. Ganz neu und weiß sind sie geworden, die ollen Einkaufspassagen unter dem Karlsplatz. Am 27. und 28. Mai 2011 wird das Ende der Umbauarbeiten ganz groß gefeiert und NikkiBag bei kaufhauskollektiv feiert mit.

Öffnungszeiten Mo – Sa, 9.30 – 20.00 Uhr
München, Karlsplatz – Stachus

Am Freitag, den 27. Mai um 16 Uhr veranstaltet Radio Arabella in den Einkaufspassagen eine große Tombola mit vielen farbenfrohen Sachen aus dem kaufhauskollektiv. Eine NikkiBag ist auch dabei!

Nikki+++

Green Graffitti

Ein Trupp Kinder und ich ziehen immer mal wieder im Grünen herum. Dabei versorgen uns Alex und die Greenerilla mit spannenden Ideen, wie zum Beispiel dem Moos-Graffitti.

Aus Jogurt, Zucker, Wasser und einer Hand voll Moos haben wir die Farbe angerührt.

Bewaffnet mit unserem Farbeimer und jeder Menge Pinsel zogen wir los zu einer besonders betongrauen Stelle in unserem hübschen und von einem französichen Gartenarchitekten ebenso streng gestalteten Park. Aber wir wollen ja nicht meckern, denn der gute Herr aus Paris hat uns einige wunderbare Flächen für unser Moos-Graffitti bereitgestellt. Die konnten wir dann ziemlich lang und ausdauernd bepinseln.

Jetzt muss das Moos nur noch schön wachsen. Ein wenig Regen könnte es brauchen oder wir sprühen es gelegentlich mal mit Wasser ein. Mit etwas Geduld werden moosgrüne Bilder auf den grauen Mauern wachsen…

…und auch mein Konterfei wird in Moos verewigt sein.
Nikki+++

Sommerfrische

Faul wollte ich sein an diesem Wochenende, also auch kein ausgedehntes Rühren und Kneten zum Sonntagssüß. Zum ersten Mal war es sommerlich heiß und eine kleine, feine und süße Erfrischung trotzdem angenehm.

Hans Gerlach und Kochen fast ohne Rezept begleiten mich jetzt schon seit geraumer Zeit durchs Küchenjahr. Mit seinen schnellen, schnörkellosen und geschmacklich auf den Punkt gebrachten Rezepten ist es eines meiner Lieblingskochbücher. Im Kapitel “Trinken” findet man so mancherlei Köstlichkeit und unter anderem auch einige spannende Espressovarianten.

Eine davon ist der Thai-Eiskaffee. Espresso auf Eis, mit Milch aufgegossen und je nach Geschmack mehr oder etwas weniger Zucker ist er die perfekte Erfrischung an einem frühsommerlichen Nachmittag. Zum süßen Schuss Kaffe gab’s ein kühlendes Bad…

…perfekte Sommerfrische!
Nikki+++

Blaue Stunde

Denkt man an Blumen, dann enstehen vor dem geistigen Auge rote, gelbe, pinkfarbene und weiße Tupfer auf grünen Wiesen oder bunten Gartenbeeten.

Doch zur Zeit sehe ich blau, egal ob im Garten, im Wald oder auf der Wiese. Nach den pinken und weißen Wolken im Frühling beschert der Frühsommer eine unendliche Vielfalt an blauer Farbe: samtblaue Akeleien, tiefblaue Clematis, blassblaue Skabiosen, kobaltblaue Iris.

Blau, so liest man, wirkt entspannend und beruhigend, hilft inneren und äußeren Frienden zu finden. 

Blau ist die Farbe des Vertrauens und der Verlässlichkeit.

Blau vermittelt ausgleichende Energie, Ruhe und Gelassenheit.

Blau ist die Farbe der Ferne, der Weite und der Unendlichkeit.

Dieses Wochenende mache ich blau!
Nikki+++